Zum Hauptinhalt springen
Facharzt- Weiterbildung
Psychosomatik und Psychotherapie //Psychosomatik und Psychotherapie //

Psychosomatische Medizin

Die Klinikdirektoren der Vitos Kliniken für Psychosomatik und Psychotherapie haben Weiterbildungsermächtigungen, die eine ein- bis zweijährige Weiterbildung im Fach Psychosomatische Medizin und Psychotherapie ermöglichen. Sie bieten eine dem Curriculum angepasste Weiterbildung mit Supervisionen und Balint-Gruppe an. Die Curricula finden teilweise in Kooperation mit anderen Kliniken und Weiterbildungsinstituten statt. Wir streben die volle Weiterbildungsermächtigung an allen Standorten an.

Hier erzählt Dr. Cornelius Honold von seiner Arbeit als Facharzt für Psychosomatische Medizin.

Die Weiterbildung

Wollen Sie den Facharzttitel für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie erwerben, erwartet Sie eine spannende fünfjährige Weiterbildungszeit.

Ein Jahr Ihrer Weiterbildungszeit sind Sie im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie tätig. Davon können Sie sechs Monate in der Kinder- und Jugendpsychiatrie absolvieren.

Ein Jahr lang arbeiten Sie in der Allgemeinmedizin oder Inneren Medizin. Für diesen Part können Sie sich sechs Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung anrechnen lassen.

Insgesamt können Sie in der Weiterbildung bis zu 24 Monate im ambulanten Bereich arbeiten.

Unsere Weiterbildungsveranstaltungen orientieren sich an den in der Weiterbildungsordnung für Ärztinnen und Ärzte in Hessen geforderten Zeitrahmen.

In der Weiterbildung werden unter anderem folgende Inhalte vermittelt:

  • Prävention, Erkennung, psychotherapeutische Behandlung und Rehabilitation psychosomatischer Erkrankungen und Störungen einschließlich Familienberatung, Sucht- und Suizidprophylaxe
  • praktische Anwendung von wissenschaftlich anerkannten Psychotherapieverfahren
  • Indikationsstellung zu soziotherapeutischen Maßnahmen
  • Erkennung und Behandlung von Verhaltensauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter
  • Grundlagen der Erkennung und Behandlung innerer Erkrankungen, die einer psychosomatischen Behandlung bedürfen
  • psychiatrische Anamnese und Befunderhebung
  • gebietsbezogene Arzneimitteltherapie unter besonderer Berücksichtigung der Risiken des Arzneimittelmissbrauchs
  • Erkennung und psychotherapeutischen Behandlung von psychogenen Schmerzsyndromen
  • 16 Doppelstunden autogenes Training oder progressive Muskelentspannung oder Hypnose
  • 10 Fälle Durchführung supportiver und psychoedukativer Therapien bei somatisch Kranken
  • Grundlagen in der Verhaltenstherapie und psychodynamisch/ tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie
  • 10 Kriseninterventionen unter Supervision
  • 35 Doppelstunden Balintgruppenarbeit bzw. interaktionsbezogene Fallarbeit
  • 20 Fälle psychosomatisch-psychotherapeutische Konsiliar-und Liaisonarbeit

Die Facharztweiterbildung umfasst 240 Stunden theoretischer Vermittlung folgender Inhalte:

  • psychodynamische Theorie: Konfliktlehre, Ich-Psychologie, Objektbeziehungstheorie, Selbstpsychologie
  • Entwicklungspsychologie, Psychotraumatologie, Bindungstheorie
  • allgemeine und spezielle Psychopathologie, psychiatrische Nosologie
  • allgemeine und spezielle Neurosen-, Persönlichkeitslehre und Psychosomatik
  • theoretische Grundlagen in der Sozial-, Lernpsychologie sowie in der allgemeinen und speziellen Verhaltenslehre zur Pathogenese und Verlauf
  • psychodiagnostische Testverfahren und Verhaltensdiagnostik
  • Dynamik der Paarbeziehungen, der Familie und der Gruppe einschließlich systemische Theorien
  • theoretische Grundlagen der psychoanalytisch begründeten und verhaltenstherapeutischen Psychotherapiemethoden
  • Konzepte der Bewältigung von somatischen Erkrankungen sowie Technik der psychoedukativen Verfahren
  • Prävention, Rehabilitation, Krisenintervention, Suizid- und Suchtprophylaxe, Organisationspsychologie und Familienberatung

Im Bereich Diagnostik leisten Sie

  • 100 dokumentierte und supervidierte Untersuchungen (psychosomatische Anamnese einschließlich standardisierter Erfassung von Befunden, analytisches Erstinterview, tiefenpsychologisch-biographische Anamnese, Verhaltensanalyse, strukturierte Interviews und Testdiagnostik)

 

Insgesamt leisten Sie 1.500 Stunden Behandlungen bei mindestens 40 Patienten aus dem gesamten Krankheitsspektrum des Gebietes mit besonderer Gewichtung der psychosomatischen Symptomatik unter Einschluss der Anleitung zur Bewältigung somatischer und psychosomatischer Erkrankungen und Techniken der Psychoedukation.

Nach jeder vierten Stunde (Einzel- und Gruppentherapie einschließlich traumaorientierter Psychotherapie, Paartherapie einschließlich Sexualtherapie sowie Familientherapie) findet eine Supervision statt.

Wahlweise leisten Sie folgende Therapien in einer der beiden Grundorientierungen:

in den psychodynamischen/tiefenpsychologischen Behandlungsverfahren

  • 6 Einzeltherapien über 50 bis 120 Stunden pro Behandlungsfall
  • 6 Einzeltherapien über 25 bis 50 Stunden pro Behandlungsfall
  • 4 Kurzzeittherapien über 5 bis 25 Stunden pro Behandlungsfall
  • 2 Paartherapien über mindestens 10 Stunden
  • 2 Familientherapien über 5 bis 25 Stunden
  • 100 Sitzungen Gruppenpsychotherapien mit 6 bis 9 Patienten

oder in verhaltenstherapeutischen Verfahren

  • 10 Langzeitverhaltenstherapien mit 50 Stunden
  • 10 Kurzzeitverhaltenstherapien mit insgesamt 200 Stunden
  • 4 Paar- oder Familientherapien
  • 6 Gruppentherapien (differente Gruppen wie indikative Gruppe oder Problemlösungsgruppe), davon ein Drittel auch als Co- Therapie

 

Die Selbsterfahrung umfasst wahlweise 150 Stunden psychodynamische/tiefenpsychologische oder psychoanalytische Einzelselbsterfahrung und 70 Doppelstunden Gruppenselbsterfahrung oder 70 Doppelstunden verhaltenstherapeutische Selbsterfahrung einzeln oder in der Gruppe.

 

Video

Arbeiten als Arzt/Ärztin
Klinik für Psychosomatik Herborn
Arbeiten als Arzt/Ärztin
Klinik für Psychosomatik Weilmünster

Mitarbeiter-Zitate

"Ich interessiere mich sehr für die biografischen Zusammenhänge aktueller Symptome. Ich finde es wichtig, zugewandt zu sein und den Patienten auf Augenhöhe zu begegnen."

Dr. Cornelius Honold, Stv. Klinikdirektor

Unsere Chefärzte

Klinikdirektor der Vitos Klinik für Psychosomatik Kassel

Profil anschauen

Klinikdirektor der Vitos Klinik für Psychosomatik Gießen

Profil anschauen

 

Klinikdirektor der Vitos Klinik für Psychosomatik Weilmünster

Klinikdirektor der Vitos Klinik für Psychosomatik Heppenheim

Klinikdirektorin der Vitos Klinik für Psychosomatik Herborn

Profil anschauen

Aktuelle Stellen

5 gute Gründe für einen Start bei Vitos

1

Wertschätzung

Arbeiten Sie in einer Atmosphäre, in der der Mensch im Mittelpunk steht. Bei Vitos bringen wir Patienten, Partnern, Klienten und Bewohnern die Menschlichkeit entgegen, die wir auch untereinander leben. Sie erfahren bei Vitos Wertschätzung und einen vertrauensvollen Umgang miteinander.

2

Vielfalt

Während Ihrer Facharztweiterbildung rotieren Sie durch alle Abteilungen. So können Sie erfahren, was Ihnen besonders viel Spaß macht. Ihre Arbeitstage sind immer abwechslungsreich. Die Arbeit mit den Patienten und ihren Angehörigen garantiert spannende Einblicke in die menschliche Seele.

3

Perspektiven

Sie wollen sich stetig weiterentwickeln und mit uns gemeinsam hoch hinaus? Kein Problem! Assistenzärzten bietet Vitos das Personalentwicklungsprogramm „Perspektive Medizin I“. Damit können Sie sich auf eine Tätigkeit als Oberärztin oder Oberarzt vorbereiten.

4

Gemeinnützigkeit

Bei uns arbeiten Sie in einer gemeinnützigen Einrichtung, die keine Gewinne an Anleger ausschütten muss. Seine Überschüsse kann Vitos in die stetige Verbesserung der Angebote und in die Infrastruktur investieren. Seien Sie mit uns kompetent für Menschen.

5

Öffentlicher Dienst

Bei Vitos profitieren Sie von allen Vorteilen des öffentlichen Dienstes. Ihre Vergütung, Urlaubsansprüche und Arbeitsrahmenbedingungen sind im Tarifvertrag für Ärzte transparent geregelt.