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Menschen bei Vitos Haina (4)
Krankenpfleger Maximilian Porsch hilft im HochwassergebietKrankenpfleger Maximilian Porsch hilft im Hochwassergebiet

Ehrenamtlich beim THW engagiert

Maximilian Porsch, Gesundheits- und Krankenpfleger, B. A. in Social Management - Psychiatric Nursing und stellvertretender Stationsleiter der Station 10 der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Haina, war bis vor wenigen Tagen mit dem Technischen Hilfswerk (THW) des Ortsverbands Frankenberg im Landkreis Ahrweiler im Einsatz, um den Betroffenen zu helfen. Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzte stehen in dieser besonderen Situation hinter ihm.

Er kam gerade aus dem Nachtdienst, als ihn die Mitteilung vom nahenden Einsatz im Überschwemmungsgebiet über den Pager erreichte. „Da eigentlich noch einige Tage Nachtschicht vor mir standen, hatte ich Bedenken, wie wohl auf meine Freistellung reagiert werden würde – doch völlig ohne Grund, denn alle zeigten vollstes Verständnis und befürworteten meine Entscheidung“, sagt Maximilian Porsch. Sowohl die Pflegedienstleitung als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf seiner Station reagierten zugewandt und verständnisvoll. Sie standen sogar während des Einsatzes in Kontakt zu ihrem Kollegen und erkundigten sich nach der Situation und seinem Befinden. „Solch große Einsätze kommen zwar nicht oft vor, doch es ist schön zu wissen, dass man in diesem hohen Maße aufgefangen wird.“

Maximilian Porsch ist schon seit seinem zwölften Lebensjahr ehrenamtlich beim THW tätig. Es ist für ihn jedoch nicht nur ein langjähriges Hobby, sondern auch Verpflichtung: Wenn man einem Einsatz zusage, so müsse dieser auch professionell und pflichtbewusst ausgeführt werden, betont er. Für Hilfestellungen verschiedenster Art, auch in Überschwemmungsgebieten, ist das THW spezialisiert. So konnte sich auch der 30-Jährige gemeinsam mit seinem Trupp schnell einen Überblick über die Schadenslage in Rheinland-Pfalz verschaffen und sich auf das Einsatzszenario einstellen. „Wir haben gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen, Feuerwehren und Polizei für Sicherheit in den überfluteten Gebieten gesorgt, Evakuierungen vorgenommen und Gefahrenzonen abgesperrt“, sagt Maximilian Porsch. Der Einsatz dauerte mehrere Tage.

Das Leid der Menschen ungefiltert mitzuerleben, sei belastend. Jedoch erfahren alle Helfer viel Dankbarkeit und es entstehe ein starkes Gefühl der Kameradschaft unter allen Beteiligten. Daher möchte der stellvertretende Stationsleiter auch beim nächsten Einsatz in Ahrweiler wieder dabei sein. „Jetzt, wo ich selbst dort war, fühle ich mich mit der Situation und den Menschen dort persönlich verbunden. Der Einsatz wird sicher schwieriger als der vorherige, aber ich bin bereit.“