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Tanja und Boris
Ein Blick in die EinarbeitungszeitEin Blick in die Einarbeitungszeit

Willkommen in der forensischen Psychiatrie bei Vitos Riedstadt!

Boris und Tanja haben im Mai als Mitarbeiter/-innen im Maßregelvollzug in der forensischen Psychiatrie in Riedstadt angefangen. Wir begleiten die Beiden in ihrer Einarbeitungszeit. Bei unserem Treffen in einer gemütlichen Sitzecke am Rande des Sportfeldes strahlen die quirlige blonde Frau und der große sympathische Kollege um die Wette. Mit Ihrer Begeisterung und Ihrer Freude stecken sie sofort an.

 

Tanja, Sie sehen total happy aus.

Tanja: Ich fühle mich auch genau richtig in diesem Beruf.
Boris: Vor allem hier bei Vitos in Riedstadt.

Warum haben Sie sich für den Beruf des Mitarbeiters / der Mitarbeiterin im Maßregelvollzug in der forensischen Psychiatrie entscheiden?

Boris: Ich habe ein absolutes Helfersyndrom. Mir ist es wichtig, etwas für andere zu tun, einem Patienten oder einer Patientin wirklich zu begleiten. Und mir ist es wichtig, etwas mit gesellschaftlicher Relevanz zu tun. Dies kann ich in der Arbeit in der Forensik. Ich unterstütze das Team darin, dass die Patient/-innen ein deliktfreies, gesundes Leben führen können. Die Patient/-innen sind schwer krank, haben meist eine lange Krankheitsgeschichte. Durch die langfristige, individuelle Behandlung leisten wir einen elementaren Beitrag zu einer möglichen Resozialisierung. Es ist eine verantwortungsvolle Tätigkeit, die sehr gut leistbar ist, da wir mit der Verantwortung nicht allein dastehen, sondern Teil eines großen, berufsübergreifenden Teams sind.  

Tanja: Wie den meisten Kolleg/-innen ist auch mir die Arbeit mit Menschen sehr wichtig. Ich habe mich für die Psychiatrie entschieden, weil mich der Mensch hinter der Krankheit interessiert. Was hat er erlebt, was hat dazu geführt, dass er jetzt hier ist und damit verbunden, was kann ich tun um ihm zu helfen. Was braucht der Patient oder die Patientin ganz individuell. Gerade jetzt am Anfang lerne ich die Patient/-innen zunächst einmal kennen. Ähnlich wie in anderen Berufsgruppen baue ich zu ihnen eine Beziehung auf. Ein absoluter Pluspunkt in der forensischen Psychiatrie ist, dass die Pateint/-innen über einen längeren Zeitraum hier sind. Ich habe also auch die Zeit, sie kennenzulernen und mit jedem Tag sie besser einzuschätzen und dann eben auch zu helfen.

Boris: Was ich sehr schätze ist, dass ich die Tätigkeit bei Vitos sehr gut mit meiner ehrenamtlichen Tätigkeit in der Feuerwehr vereinbaren kann. Das ist normalerweise eher schwierig, da die Arbeitszeiten sehr flexibel sein müssen. Genauso wie unsere Patient/-innen liegt mir aber auch die Arbeit in der freiwilligen Feuerwehr sehr am Herzen. Vitos unterstützt das Engagement und gibt mir die Möglichkeit dazu. Die Dienstpläne sind verlässlich und die freien Zeiten sind damit planbar. Aber auch die Teilnahme an Lehrgängen der freiwilligen Feuerwehr und natürlich an den Einsätzen ist möglich. Das ehrenamtliche Engagement wird wertgeschätzt und es werden Lösungen gesucht um beides miteinander zu vereinbaren.

 

Wie erleben Sie die ersten Wochen in der Einarbeitungsphase?

Tanja: Ich fühle mich pudelwohl hier. Mein Team hat mir einen ganz warmherzigen Empfang bereitet. Ich bin auf der Station 1.1 und möchte auf jeden Fall hier bleiben. Die Kolleg/-innen sind immer an meiner Seite, zeigen mir alles genau, erklären wie was geht und welcher Patient oder welche Patientin was benötigt. Das gilt auch für Situationen, in denen ich mich vielleicht einmal unwohl fühle, weil ich die Patient/-innen und deren Erkrankungen noch nicht so gut kenne oder eine Aufgabe einfach noch ungewohnt ist. Ich kann ganz offen mit den Kolleg/-innen sprechen. Sie hören zu und unterstützen mich in diesen Situationen. Genauso lachen wir aber auch gemeinsam viel. Wenn ich morgens meinen Dienst beginne ist es so viel schöner, in die strahlenden Gesichter meiner Stationskolleg/-innen zu sehen. Die Einarbeitung wird mir sehr leicht gemacht, da alles top strukturiert und auch die Rahmenbedingungen einfach stimmen – sei es mit Abläufen, Regeln, der Risikoeinschätzung und der Möglichkeiten um mit den Patient/-innen zu arbeiten.

Boris: Mir macht die Einarbeitung riesig Spaß. Ich fühle mich gut aufgeboben und begleitet. Ich habe feste Ansprechpartner/-innen an meiner Seite. Beispielweise habe ich eine feste Anleitung, die mich unterstützt, die mir die Umsetzung der Aufgaben sehr genau zeigt und mich in den Alltag mitnimmt. Die Kolleg/-innen fragen immer nach, ob bei mir Fragen offen sind, ob ich mich wohl fühle. Die Kolleg/-innen sind teilweise sogar eher zu besorgt und bereiten das situativ auch intensiv mit mir nach um mir den Anfang so einfach wie möglich zu machen. Ich arbeite auf der Frauenstation. Seit Mai sind wir erstmalig zwei Männer im Team der Station, das die Patientinnen sonst nur mit weiblichen Kolleginnen betreut. Da gehört für die Patientinnen wie auch für uns Mitarbeiter ein erstes Beschnuppern und Umgewöhnung dazu, was wirklich wunderbar begleitet wird. Ich kann bisher sagen, dass mich „meine“ Patientinnen gut aufgenommen haben und ich mich wirklich sehr wohl auf der Station fühle.

 

Was zeichnet für Sie die Tätigkeit in der forensischen Psychiatrie aus?

Tanja: Ganz klar ist ein ganz wichtiger Punkt die Zeit, die ich hier mit den Patient/-innen verbringen kann. Anders als im somatischen Bereich und auch in anderen psychiatrischen Bereichen sind die Erkrankten viele Jahre auf der Station. Die Zeit bezieht sich aber nicht nur auf die Verweildauer der Patient/-innen. Der Arbeitsalltag ist in der psychiatrischen Pflege auch so angelegt, dass wir ausreichend Zeit mit den Patient/-innen und für die Planung und Organisation der individuellen Pflege haben. Das bedeutet, wir können die Patient/-innen kennenlernen. Wir wissen irgendwann, wie sie ticken. Wir wissen was ein Patient oder eine Patientin braucht, wenn er oder sie mal einen schlechten Tag hat und wie man ihn oder sie noch besser unterstützen kann an einem guten Tag. Die Arbeit in der Psychiatrie bedeutet beispielsweise auch mal Karten mit dem Patient/-innen zu spielen, wir kochen mit ihnen oder backen auch mal Kekse. Ich lerne sehr viel über die einzelnen Erkrankungen, aber auch über die Arbeit an Gerichten oder für gutachterliche Tätigkeiten. Der Job ist damit spannend, vielfältig und sehr abwechslungsreich.

Boris: Das kann ich nur bestätigen. Jeder Tag war bisher anders. Jeder Tag war schön, auch etwas herausfordernd und immer bereichernd. Ich sehe die Fortschritte und sehe, dass ich wirklich etwas im Leben einer Patientin oder eines Patienten bewegen kann. Meine Arbeit ist relevant und ich kann wirklich zufrieden nach Hause gehen.

Und natürlich darf auch diese Frage nicht fehlen: Sie arbeiten mit psychisch erkrankten Straftäter/-innen zusammen. Haben Sie keine Angst?

Boris: Diese Fragen wird uns häufig von Außenstehenden gestellt. Natürlich macht man sich Gedanken zu möglichen Risiken. Angst habe ich jedoch keine. Wir werden in Fortbildungen intensiv und gründlich für den Umgang mit kritischen Situation geschult. Wir sind nie allein, sondern haben immer einen Kollegen oder eine Kollegin an der Seite. Und auch hier zahlt sich aus, dass wir uns viel Zeit für unsere Patient/-innen nehmen können. Wir lernen sie besser kennen, machen uns ein umfassendes Bild von ihnen, wissen immer besser, wie sie ticken. Das ermöglicht mir die jeweiligen Risiken viel besser einschätzen zu können.

Tanja: Ich habe Zeit eine Beziehung aufzubauen, mit viel Einfühlungsvermögen entsteht ein vertrauensvolles Verhältnis. Anfangs gehe ich vielleicht einmal einen Schritt zurück. Zunehmend kann ich mit solchen Situationen routinierter umgehen. Basis ist natürlich auch die baulichen, sicherheitsrelevanten Rahmenbedingungen, die wir hier auf einem sehr hohen Standard haben.

Zum Abschluss: Im Rahmen eines Erweiterungsbaus suchen wir aktuell noch weitere Pflegekräfte und Mitarbeiter/-innen im Maßregelvollzug für die Klinik für forensische Psychiatrie: Haben Sie einen Tipp für Bewerber/-innen?

Tanja: Wer zunächst etwas mehr über den Maßregelvollzug und die Arbeit in der forensischen Psychiatrie erfahren möchte, findet ganz tolles Material auf der Website von Vitos und auch auf dem Youtube-Channel. Damit habe ich mich zunächst informiert und es hat mich auch super auf die ersten Tage vorbereitet.

Boris:  Alle die, die nicht nur herzliche Kolleginnen und Kollegen haben möchten, sondern auch wirklich Zeit für die Patient/-innen, verlässliche Dienstzeiten und die Fortschritte der Patientinnen und Patienten über einen längeren Zeitraum auch begleiten möchten, sind genau richtig in der forensischen Psychiatrie.

Ihre Perspektive als Pflegekraft

Sie haben eine abgeschlossene Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger/-in und Interesse an der Behandlung psychisch erkrankter Menschen? Aufgrund unseres Konzepts in der forensischen Psychiatrie und der größeren Teamstärke haben Sie bei uns viel Zeit für die Beziehungspflege.

Bewerben Sie sich jetzt:

Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Fachkrankenpfleger für Psychiatrie (m/w/d)

 

Ihre Perspektive als Assitenzsarzt/-ärztin

Ihr medizinisches Wissen und Einfühlungsvermögen sind gefragt. Als Assistenzarzt/-ärztin sind Sie für die Diagnostik und Behandlung von psychisch kranken Rechtsbrecher/-innen veranwortlich. Das Besondere in der forensischen Psychiatrie: Sie decken ein sehr bereites medizinisches Spektrum ab und arbeiten nicht nur psychiatrisch, sondern auch psychologisch und kriminologisch.

Bewerben Sie sich jetzt:

Assistenzarzt (m/w/d)